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1. Klixbüll - Der Dörpscampus mit dem „DörpsMobil“ – „Teilen, das Neue Haben“

Werner Schweizer, Bürgermeister der Gemeinde Klixbüll und seine Gemeindevertreter warten nicht auf Vorschläge, um die nachhaltige Entwicklung ihrer Gemeinde zu sichern. Sie arbeiten an Lösungen. Die elf Vertreter der Gemeinde definierten dafür die 17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung der UN zum Leitbild der Gemeinde Klixbüll. Ziel 13 „Climate Action“ fordert dabei Sofortmaßnahmen, um den Klimawandel und seine Auswirkungen zu bekämpfen.

Die Gemeinde gründete 2016 den ehrenamtlich agierenden Verein »Dörpscampus Klixbüll e.V.«, der seit Ende April 2016 unter anderem elektromobiles CarSharing mit einem geleasten E-Auto als eine dieser Sofortmaßnahmen anbietet. Jedes Vereinsmitglied ist gleichzeitig DörpsMobil-Fahrer. Der Strom kommt aus eigenen Windkraftanlagen, getankt wird an Klixbüller Ladesäulen. Und es zeigt sich: elektromobiles CarSharing auf dem Lande funktioniert. Das E-Auto wird genutzt - von den Angestellten der Gemeinde (Bürgermeister, Feuerwehr, Migrationsbeauftragte), vom Sportverein, zur Schülerbeförderung und natürlich auch von den Bürgern und Gästen.

DörpsMobil ist ökonomisch, da unter anderem mit eigenem Strom gefahren wird. Es ist ökologisch, da so 4 bis 8 Autos gespart werden, so Bürgermeister Schweizer. Das Klixbüller E-Auto benötigt für 100 km 13 kWh. Ein Benziner verfährt äquivalent bei einem Liter 10 kWh - doch damit ist der sparsamste Motor noch keine 100 km gefahren. DörpsMobil ist sozial. Es bietet Mitfahrgelegenheit für Menschen ohne Auto und Menschen ohne Führerschein. Es fördert das ehrenamtliche Engagement und die Begegnung der Menschen im Ort. Es stärkt den Trend: „Teilen, das Neue Haben“.

DörpsMobil funktioniert so gut, dass es in Schleswig-Holstein ausgeweitet wird. Dazu hat die Akademie für ländliche Räume Schleswig-Holstein ALR-SH einen Leitfaden zur Umsetzung von DörpsMobil entwickelt. Das Land Schleswig-Holstein gab eine Förderung von 600.000 € für einen Koordinator zum Aufbau des landesweiten DörpsMobil-Netzwerkes sowie für eine DörpsMobil-App. Das Netzwerk hat aktuell 16 teilnehmende Orte in Schleswig-Holstein. Große etablierte CarSharing-Firmen fragten bereits Stadt-Land-Kooperationen an.

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