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Kurzfassung der Entwicklungsstrategie

  1. Handlungsfeldbezogene Ziele und förderwürdige Aktivitäten und Maßnahmen

Entwicklungsziel I: Aktiver Umgang mit den Herausforderungen der demografischen Entwicklung

Handlungsfeld I: Daseinsvorsorge

zuwendungsfähige Maßnahmen und Aktionen:

  • Initiierung, Begleitung und Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen an rückläufige Bevölkerungszahlen und sich ändernder Bevölkerungsstruktur
  • auf bestimmte Zielgruppen spezialisierte Angebote, wie speziell auf ältere Bürger und Bürgerinnen zugeschnittene Angebote sowie Angebote explizit für Kinder und Jugendliche
  • Maßnahmen zur Qualitätssteigerungen vorhandener Angebote, die nachhaltig an zukünftige Bedarfe ausgerichtet sind
  • Investitionen und vorbereitende Maßnahmen für die Errichtung, Erweiterung und Modernisierung öffentlicher und privater Einrichtungen für Freizeit, Bildung, Betreuung und Kultur für die lokale Bevölkerung
  • Erhaltung, Sicherung und Ausbau der Grundversorgung in Wohnortnähe, Konzentration auf Innenstädte und Dorfzentren sowie den Focus auf multifunktionale Einrichtungen legen
  • Unterstützung von Projekten, die weitere Tagespflegeeinrichtungen, mobile Krankenstationen und Arztpraxen wie auch medizinische Versorgungszentren etablieren.

Entwicklungsziel II: Nachhaltige Entwicklung der Region Mecklenburg-Strelitz als attraktives Lebens- und Arbeitsumfeld

Handlungsfeld II: Kunst & Kultur

zuwendungsfähige Maßnahmen und Aktionen:

  • über vernetztes Handeln in der Kunst- und Kulturszene Projekte unterstützen, die vorhandene Ressourcen gemeinsam nutzen und dadurch einen größeren Wirkungsgrad und eine breitere Öffentlichkeit erreichen. 
  • Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements bei der aktiven und selbstbestimmten Gestaltung des kulturellen Miteinanders
  • Umnutzung von bislang ungenutzten denkmalgeschützten Gebäude für den künstlerischen und kulturellen Bedarf, um finanzierbaren Raum für die freie Kunst- und Kulturarbeit zur Verfügung zu stellen
  • Maßnahmen zur Kreativausbildung von Kindern und Jugendlichen (Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen mit Kunst- und Kulturschaffenden)

Handlungsfeld III: Kulturelles Erbe, Naturerbe und kulturelle Landschaften

zuwendungsfähige Maßnahmen und Aktionen:

  • Maßnahmen zum Schutz, Erhalt und Umnutzung von denkmalgeschützten Gebäuden, Parkanlagen und Landschaftselementen
  • Förderung von Investitionen einschließlich vorbereitende, nicht investive Maßnahmen, die der Erhaltung, Wiederherstellung und Aufwertung kulturhistorischer Bausubstanz dienen
  • Pflege-, Erhaltungs- und Ergänzungsmaßnahmen von typischen Kulturlandschaftselementen, insbesondere die Erhaltung und Pflege von Wegeverbindungen
  • Unterstützung von Ansätzen, die modellhaft nutzungsbedingte Mängel und Schäden in der Landschaft beheben und natürliche Abläufe wiederherstellen
  • Entwicklung von neuen Informationsangeboten zu den Naturlandschaften, Aufwertung bestehender Angebote und Unterstützung von regionalen Naturtourismusanbietern


Handlungsfeld IV: Tourismus

zuwendungsfähige Maßnahmen und Aktionen:

  • Verknüpfung von verschiedenen Destinationen, wie beispielsweise Wasser-, Natur-, Rad- und Städtetourismus
  • Unterstützung von Aktivitäten, Veranstaltungen und Ereignisse, die auf die kulturelle Vielfalt, die Geschichte, landschaftsraumtypische Aspekte oder prägende Wirtschaftsweisen der Region basieren
  • Entwicklung neuer touristischer Produkte
  • Ausbau und Erhaltung überregionaler Wegeverbindungen
  • Revitalisierung lokaler Wege, die für den Teilraum oder Ort besonders prägende Merkmale aufgreifen oder vorhandene landschaftsgebundene Aktivitäten unterstützen
  • Entwicklung neuer Konzepte zur Wegeerhaltung und deren Umsetzung
  • Ausbau, Verstetigung und Vernetzung der bestehenden Aktivitäten in den Bereichen der gesundheitsfördernden und wellnessorientierten Angebote
  • Förderung von Maßnahmen, die bestehende Angebote zielgruppenorientiert, an sich verändernde Bedarfe anpassen, mehrsprachig, barrierearm, kundenfreundlich und saisonverlängernd wirken


Handlungsfeld V: Regionale Wertschöpfung

zuwendungsfähige Maßnahmen und Aktionen:

  • Maßnahmen zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen
  • Gründungs- und Erweiterungsbemühungen von Kleinstunternehmen inkl. Unterstützung bei der Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen vor Ort
  • Maßnahmen zur Bestandspflege, wie bedarfsgerechte Qualifizierung der Angebote oder Unternehmensvernetzung
  • Diversifizierung der landwirtschaftlichen Betriebe, wie Ferien auf dem Bauernhof, Hofläden und Aufbau von Wertschöpfungsketten sowie Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte
  • Unterstützung der Vernetzung landwirtschaftlicher Betriebe mit dem Hotel- und Gaststättengewerbe
  • Vermittlung von landwirtschaftlichen Traditionen
  • Ergänzung, Sicherung und Ausbau bestehender Angebote der Waldpädagogik.

2.   Fördersätze

Die Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe Mecklenburg-Strelitz gewähren die unten aufgeführten Fördersätze für Vorhaben in allen Handlungsfeldern gleichermaßen. Es wird demnach keine Gewichtung nach Entwicklungsziel sondern nach Rechtsform des/der Zuwendungsempfängers/in vorgenommen.
Die LAG MST honoriert die Vernetzung der Akteure mit einem höheren Fördersatz. Hierzu müssen die Antragsteller/Innen entsprechende Kooperationsvereinbarungen nachweisen. Der Nachweis erfolgt durch Vorlage von mindestens einer schriftlichen Vereinbarung, aus der ein klarer Bezug zum beantragten Projekt sowie eine Gegenseitigkeit der Kooperationsziele hervorgehen.

Zuwendungsempfänger*innenMaximaler Fördersatz in Prozent
Juristische Personen des öffentlichen Rechts bei der Durchführung des Regionalmanagements der Lokalen Aktionsgruppe 100
Juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts bei der Planung, Vorbereitung und Umsetzung von transnationalen Kooperationen 100
Juristische Personen des öffentlichen Rechts   80
Zusammenschlüsse von juristischen Personen des öffentl. Rechts sowie Kooperationen mit privatrechtlichen Organisationen   90
Juristische Personen des privaten Rechts (bspw. wirtschaftl. Vereine und Unternehmen)   50
Juristische Personen des privaten Rechts (bspw. gemeinnützige eingetragene Vereine, GmbH und Stiftungen)   75
Natürliche Personen   30
Zusammenschlüsse von juristischen Personen des privaten Rechts (keine Unterscheidung wegen Gemeinnützigkeit)   85
Autor: Bettina Wilhelm-Wiehle 
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